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Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen | Deutsche Welle

 
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Letzte Aktualisierung: 31.10.2010 - 06:51:31

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Freitag, 29. Oktober 2010
18:43:00 - 30.10.2010 - Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. BRÜSSEL: Die Staats- und Regierungschefs der EU haben sich auf eine umfassende Reform des Euro-Stabilitätspaktes geeinigt und den Weg geebnet, die europäischen Verträge zu ändern. So soll ein dauerhafter Krisenmechanismus geschaffen werden, für die Zeit nach dem Auslaufen der Euro-Rettungsmaßnahmen im Jahr 2013. Damit setzte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihren Forderungen gegen die Widerstände mehrerer Staaten weitgehend durch. Zusammen mit Frankreich strebt Deutschland an, dass die Hauptlast für die Rettung überschuldeter Euro-Länder künftig private Gläubiger wie Banken und Fonds tragen. Die Rechtsgrundlage dafür soll bis zum nächsten Gipfel im Dezember geschaffen werden. BERLIN: Die Bundesregierung will einem Zeitungsbericht zufolge den Druck auf Afghanistan erhöhen, die Korruption stärker zu bekämpfen. Afghanistan stehe vor einem wichtigen Einschnitt, sagte Außenminister Guido Westerwelle der "Berliner Zeitung". Beim NATO-Gipfel im November in Lissabon wolle die internationale Gemeinschaft den Startschuss für die Übergabe der Verantwortung für das Land an die afghanische Regierung geben. Es sei deswegen von zentraler Bedeutung, dass die Afghanen mit aller Entschlossenheit gegen die Korruption vorgingen. Wie die Zeitung unter Berufung auf Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes weiter schreibt, soll dem afghanischen Außenminister Salmai Rassul bei seinem Besuch an diesem Freitag in Berlin klar gemacht werden, dass die Bundesregierung in diesem Punkt das volle Engagement der Regierung in Kabul erwarte. STUTTGART: In der baden-württembergischen Landeshauptstadt hat die zweite Runde der Schlichtungsgespräche über den umstrittenen Bahnhofsumbau begonnen. Dabei wollen sich Kritiker und Befürworter des Projekts "Stuttgart 21" unter Leitung des Vermittlers Heiner Geißler vor allem mit der Leistungsfähigkeit des geplanten Tiefbahnhofs beschäftigen. Weiteres Thema ist die geplante Neubaustrecke zwischen den Städten Ulm und Wendlingen. Die erste Schlichtungsrunde war vor einer Woche ohne Annäherung beider Parteien zu Ende gegangen. In Stuttgart soll der derzeitige Kopfbahnhof für mehr als vier Milliarden Euro zu einem unterirdischen Durchgangsbahnhof umgebaut werden. BERLIN: Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat für die geplante Reform der Sicherungsverwahrung von gefährlichen Straftätern geworben. Bei der ersten Lesung des Gesetzentwurfs im Bundestag sagte sie, die Maßnahme sei ein tiefer Eingriff in das Leben eines Verurteilten, der seine Strafe verbüßt habe, und komme daher nur als letztes Mittel in Betracht. Die Sicherungsverwahrung soll künftig im Anschluss an eine Freiheitsstrafe nur noch dann möglich sein, wenn sie bereits im Urteil vorgesehen war. Eine nachträgliche Sicherungsverwahrung, die erst am Ende der Haft angeordnet wird, soll es nicht mehr geben. Hintergrund der Neuregelung ist ein Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs. Außerdem befasst sich das Parlament erstmals mit der umstrittenen Hartz-Vier-Reform. Der Gesetzentwurf von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen sieht vor, den Regelsatz für Erwachsene um fünf Euro auf 364 Euro im Monat anzuheben. Für bedürftige Kinder ist ein Bildungspaket im Umfang von insgesamt rund 700 Millionen Euro pro Jahr geplant. HANOI: China und Japan sind weiter bemüht, ihre belasteten Beziehungen wieder zu normalisieren. Am Rande der ASEAN-Konferenz in Vietnam kamen die Außenminister beider Länder, Seiji Maehara und Yang Jiechi, zusammen, um über ein eventuelles Treffen zwischen dem japanischen Ministerpräsidenten Naoto Kan und dem chinesischen Regierungschef Wen Jiabao zu sprechen. Wegen eines Streits über die Gebietsverteilung im Ostchinesischen Meer sind die Beziehungen erheblich belastet. Tokio ist vor allem daran interessiert, dass China den für die Hightech-Industrie wichtigen Rohstoff "seltene Erden" wieder ausführt. Die Volksrepublik produziert  97 Prozent des Materials, das unter anderem in der Handy-Produktion verwendet wird. Der Lieferstopp nach Japan hatte weltweit größte Besorgnis ausgelöst. WASHINGTON: Die USA haben zum ersten Mal in ihrer Geschichte den gesamten Etat ihrer Geheimdienste veröffentlicht. Wie in Washington mitgeteilt wurde, umfasst das Gesamtbudget im Haushaltsjahr 2010 etwa 80 Milliarden Dollar (57 Milliarden Euro). Davon gingen rund 53 Milliarden Dollar den Angaben aus Washington zufolge an die nicht militärischen Geheimdienste. Die größte Summe bekam der Auslandsgeheimdienst CIA. Für die militärischen Nachrichtendienste standen 27 Milliarden Dollar zur Verfügung. - Bisher hatte die US-Regierung ihre Spionageausgaben stets geheim gehalten, aus Sorge, andere Länder könnten daraus das Ausmaß und die Effektivität ihrer geheimdienstlichen Aktivitäten ableiten. Aber meistens waren die Zahlen dennoch durchgesickert. Der neue Geheimdienst-Direktor James Clapper hatte versprochen, die Zahlen offen zu legen. PORT-AU-PRINCE: In Haiti breitet sich die Cholera weiter aus. Trotzdem sieht die Weltgesundheitsorganisation WHO gute Chancen, die Ausbreitung der Seuche einzudämmen. Zwar habe die Epidemie ihren Höhepunkt noch nicht erreicht, es gebe aber deutliche Fortschritte dabei, die mangelhaften hygienischen Verhältnisse in den Notunterkünften der Erdbebenopfer vom Januar in den Griff zu bekommen. Fast 4.800 Menschen haben sich nach WHO-Angaben bislang mit dem bakteriell übertragenen Krankheitserreger infiziert. Mehr als 300 sind bereits an der Cholera gestorben. JAKARTA: Auf der von einem Tsunami getroffenen Insel-Kette vor der Küste Sumatras gestaltet sich die Suche nach Überlebenden aufgrund der Verwüstungen weiter schwierig. Zudem behindere schlechtes Wetter die Lieferung von Hilfsgütern auf die indonesischen Inseln, klagen Rettungskräfte. Nach ihren Angaben leben derzeit knapp 13.000 Obdachlose in Notlagern. Durch die Flutwelle vom Montag waren nach jüngsten Angaben 408 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte werden noch vermisst. Die Rettungskräfte befürchten, dass viele von ihnen tot sind, da sie von der Flutwelle ins Meer gerissen wurden. Auf der weiter östlich liegenden Insel Java stößt der Vulkan Merapi weiter riesige Asche- und Lavawolken aus. Sicherheitskräfte versuchen, Anwohner von der Rückkehr in ihre teils zerstörten Dörfer am Fuße des Bergs abzuhalten. Beim Ausbruch des Merapi am Dienstag waren 34 Menschen ums Leben gekommen. KOUROU: Eine europäische Ariane-5-Rakete hat erfolgreich zwei Kommunikationssatelliten in den Weltraum gebracht. Sie hob vom Raumfahrtzentrum Kourou im südamerikanischen Französisch-Guyana ab. Eine halbe Stunde später wurden die Satelliten in Umlaufbahnen ausgesetzt. Ein Satellit wird für Telekommunikationsdienstleistungen in Europa, dem Nahen Osten, Zentralasien, Afrika und dem Indischen Ozean eingesetzt. Der andere soll TV-Programme in Japan übertragen. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden häufig noch bewölkt, sonst nach Auflösung örtlicher Nebel meist sonnig und trocken. Die Höchsttemperaturen liegen bei 12 bis 18 Grad. Am Vormittag meldeten: Hamburg: 9 Grad, wolkig; Berlin und Köln/Bonn: 7 Grad, wolkig; Dresden: 3 Grad, fast wolkenlos; Frankfurt am Main: 2 Grad, Nebeltreiben und München: 4 Grad, wolkenlos.  
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Samstag, 30.10.2010
18:42:00 - 30.10.2010 - Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von (aktueller Wochentag) - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.NAGOYA: Umweltschützer haben das bei der UN-Artenschutzkonferenz im japanischen Nagoya ausgehandelte Maßnahmenpaket begrüßt. Der Chef der Umweltorganisation WWF, Leape, nannte das Protokoll ein historisches Ereignis. Der Leiter des UN-Umweltprogramms UNEP, Steiner, sprach von einem Tag zum Feiern. Die Delegierten aus 193 Staaten hatten zuvor unter anderem beschlossen, den Verlust der Artenvielfalt bis 2020 zu stoppen. Dazu sollen 17 Prozent der Landfläche und zehn Prozent der Meeresfläche unter Schutz gestellt, und die Überfischung und Überdüngung eingestellt werden.  USA verschärfen nach Sprengstofffunden Sicherheitsmaßnahmen:WASHNGTON: Nach dem Fund zweier mit Sprengstoff gefüllter Pakete an Bord von Frachtflugzeugen mit Ziel USA, hat Präsident Obama die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Der zusätzliche Schutz bleibe so lange wie nötig in Kraft, sagte Obama in Washington. Von den in Dubai  und in Großbritannien sichergestellten Luftfrachtsendungen aus dem Jemen sei eine terroristische Gefahr ausgegangen. Die britische Innenministerin May bestätigte inzwischen, dass das auf dem East-Midlands-Flughafen entdeckte Paket explosives Material enthalten habe. Die beiden Sendungen waren für jüdische Einrichtungen in Chicago bestimmt. Die US-Behörden vermuten dahinter die Terrororganisation El Kaida im Jemen.  NATO wehrt Angriff auf Posten in Afghanistan ab:KABUL: NATO-Truppen haben im Osten Afghanistans einen Angriff auf einen Außenposten der Koalitionstruppen abgewehrt. Dabei seien mindestens 30 Aufständische getötet und fünf NATO-Soldaten verletzt worden, teilte das Bündnis mit. Unterdessen warnte der US-Sondergesandte für Pakistan und Afghanistan, Holbrooke, vor zu großen Hoffnungen auf direkte Friedensgespräche mit den Taliban. Zwar gebe es immer mehr Kämpfer, die verhandeln wollten, dabei handele es sich aber nicht um Anführer der Radikal-Islamisten.  Mindestens 30 Tote bei Selbstmordanschlag im Irak:BAGDAD: Nach dem Selbstmordanschlag in der irakischen Stadt Balad Rus ist die Zahl der Toten auf mindestens 30 gestiegen. Fast 70 weitere Menschen seien verletzt worden, als sich der Attentäter in einem gut besuchten Kaffeehaus in die Luft sprengte, teilte die Polizei mit. Viele der Opfer seien schiitische Kurden. Der Anschlag ist der schwerste im Irak seit Wochen.  Hunderte Koreaner reisen zu Familientreffen nach Nordkorea:SEOUL: Mehr als 400 Südkoreaner sind nach Nordkorea gereist, um zum ersten Mal seit 60 Jahren ihre dort lebenden Verwandten zu treffen. Der Buskonvoi habe am Samstagmorgen Ortszeit die schwer bewachte Grenze zwischen den beiden Staaten passiert, berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Das Treffen soll bis Montag andauern. Eine weiteres großes Famlienwiedersehen soll am Mittwoch stattfinden. Erst am Freitag hatten sich die Spannungen zwischen beiden Ländern nach einem Schusswechsel an der Grenze verschärft. Nordkoreanische Soldaten sollen Angaben des südkoreanischen Generalstabs zufolge zwei Mal Richtung Südkorea geschossen haben. Verletzt worden sei niemand.  Koalition rechnet für 2011 mit bis zu 45 Milliarden Euro neuen Schulden:BERLIN: Haushaltspolitiker der Koalition gehen wegen der guten Konjunktur für das kommende Jahr von einer geringeren Neuverschuldung aus, als bislang geplant. Auch in Ministeriumskreisen sei nur noch von etwa 45 Milliarden Euro die Rede, berichtet die "Bild"-Zeitung. Bislang hatte die Regierung damit gerechnet, sich 2011 auf den Finanzmärkten knapp 58 Milliarden Euro leihen zu müssen. Als Gründe für die um rund ein Fünftel niedrigere Nettokreditaufnahme werden höhere Steuereinnahmen sowie geringere Zinsausgaben genannt.  SPD-Vizechef Scholz: Deutschland hat den weltweit offensten Arbeitsmarkt:BERLIN: Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Scholz hat die Diskussion über eine leichtere Einwanderung qualifizierter Ausländer als "Gespensterdebatte" bezeichnet. Seit 2009 habe Deutschland den weltweit offensten Arbeitsmarkt für Akademiker, sagte Scholz der "Saarbrücker Zeitung". Davon profitierten auch Hochschul-Absolventen aus Ländern außerhalb der EU. Bei ihnen werde lediglich geprüft, ob sie das übliche Gehalt verdienten und ob Arbeit suchende EU-Bürger Vorrang hätten. Zugleich warb der SPD-Politiker für eine stärkere Ausbildungsförderung einheimischer Jugendlicher. Den Fachkräftemangel zum Beispiel in der Altenpflege könne man durch Qualifizierungen sowie eine bessere Bezahlung beheben.  Das Wetter in Deutschland: Wolkig mit Auflockerungen:DAS WETTER IN DEUTSCHLAND:  Wolkig mit Auflockerungen, im Westen und Nordwesten zeitweise Regen. Im Südosten etwas Sonne. Höchstwerte zwischen 11 und 20 Grad.  
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Donnerstag, 28. Oktober 2010
12:29:00 - 28.10.2010 - Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. BERLIN: Im Bundestag liefern sich Regierung und Opposition einen heftigen Schlagabtausch über die künftige Energiepolitik. In der Schlussdebatte über das Energiekonzept der schwarz-gelben Koalition warf der SPD-Vorsitzende Gabriel Union und FDP vor, die Gesellschaft in einem Punkt zu spalten, in dem sie sich schon einig gewesen sei. Streitpunkt ist vor allem die geplante Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken um bis zu 14 Jahre. Vertreter der Regierungsparteien verteidigten das Vorhaben als notwendig, um den Umstieg auf erneuerbare Energien bezahlbar zu machen. Vor dem Reichstag protestierten Atomkraftgegner mit einer Menschenkette gegen die Laufzeit-Verlängerung. Das Parlament entscheidet an diesem Donnerstag außerdem über das Sparpaket der Regierung. Damit soll der Bundeshaushalt in den nächsten vier Jahren um insgesamt rund 20 Milliarden Euro entlastet werden. NÜRNBERG: Nach Einschätzung des Chefs der Bundesagentur für Arbeit, Weise, ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit in Deutschland vor allem der günstigen Wirtschaftsentwicklung zu verdanken. Der Arbeitsmarkt profitiere von der guten Konjunktur, sagte Weise bei der Vorlage der jüngsten Zahlen in Nürnberg. Zudem verliere die Kurzarbeit immer mehr an Bedeutung. Wie Arbeitsministerin Ursula von der Leyen bereits am Mittwoch mitgeteilt hatte, sank die Zahl der Stellensuchenden im Oktober erstmals seit knapp zwei Jahren wieder unter die Drei-Millionen-Marke und erreichte mit 2,945 Millionen den niedrigsten Wert seit 1992. Die Quote ging auf 7,0 Prozent zurück. BERLIN: Angesichts der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt will Bundeswirtschaftsminister Brüderle ein Konzept für die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte erstellen. Es solle spätestens im Sommer kommenden Jahres vorliegen, kündigte Brüderle in der "Bild"-Zeitung an. Nur so lasse sich der zunehmende Mangel an gut ausgebildeten Beschäftigten in der deutschen Wirtschaft beheben. Expertenwissen sichere und schaffe neue Jobs, betonte der Minister. BRÜSSEL: Vor dem EU-Gipfel an diesem Donnerstag in Brüssel zeichnen sich harte Verhandlungen über die künftige Euro-Stabilitätspolitik ab. Besonders umstritten ist der Vorschlag von Bundeskanzlerin Angela und Frankreichs Staatspräsidenten Sarkozy, chronischen Defizitsündern das Stimmrecht in der EU zu entziehen. Der Chef der Euro-Gruppe, Juncker, sagte, in diesem Punkt schließe er eine Änderung der europäischen Verträge aus. In einer Regierungserklärung am Vortag hatte Merkel ihre Forderung nach einer Vertragsänderung bekräftigt, um künftigen Finanz- und Wirtschaftskrisen vorzubeugen. BUENOS AIRES: Tausende Argentinier haben ihre Trauer über den Tod von Ex-Präsident Néstor Kirchner bekundet. Vor dem Präsidentenpalast in der Hauptstadt legten sie Blumen nieder und brachten Plakate an. Darauf ermutigten sie die Witwe und amtierende Präsidentin, Cristina Kirchner, ihre bisherige Politik fortzusetzen. Kirchner war am Mittwoch im Alter von 60 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. ZUM FUSSBALL: In der zweiten Runde des DFB-Pokals sind Bundesliga-Spitzenreiter FSV Mainz 05 und der Tabellenzweite Borussia Dortmund ausgeschieden. Mainz unterlag Alemannia Aachen auswärts mit 1:2. Dortmund scheiterte mit 2:4 im Elfmeterschießen beim Drittligisten Kickers Offenbach. Die weiteren Ergebnisse der Spiele vom Mittwoch: Borussia Mönchengladbach - Bayer Leverkusen 6:5 im Elfmeterschießen;Eintracht Frankfurt - Hamburger SV 5:2;Chemnitzer FC - VfB Stuttgart 1:3 nach Verlängerung;1899 Hoffenheim - FC Ingolstadt 04 1:0;SV Elversberg - 1. FC Nürnberg 0:3 undHallescher FC - MSV Duisburg ebenfalls 0:3. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Westen zunächst noch stark bewölkt und etwas Regen, später zunehmende Auflockerungen. Im Süden oft freundlicher und überwiegend trocken. Höchstwerte neun bis 15 Grad.
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Mittwoch, 27. Oktober 2010
14:48:00 - 27.10.2010 - Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. BERLIN: Das Bundeskabinett hat zahlreiche Änderungen im Ausländer- und Zuwanderungsrecht beschlossen. Nach dem Gesetzentwurf sollen unter anderem Zwangsheiraten künftig ein Straftatbestand sein. Zwangsehen können dann mit Haftstrafen bis zu fünf Jahren geahndet werden. Bisher gelten sie nur als schwere Nötigung. Den Opfern einer Zwangsverheiratung im Ausland will die Regierung eine Rückkehr nach Deutschland erleichtern. Auch Scheinehen sollen schärfer bekämpft werden. Bei der Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis von Ausländern sollen die Behörden demnächst besser Infomationen darüber austauschen können, ob der Antragsteller regelmäßig an einem Integrationskurs teilgenommen hat. Wenn das nicht der Fall ist, kann die Verlängerung abgelehnt werden. PARIS: In Frankreich nimmt die umstrittene Rentenreform an diesem Mittwoch voraussichtlich die letzte parlamentarische Hürde. Die Abstimmung in der Nationalversammlung gilt als Formsache, da das Regierungslager von Präsident Sarkozy dort über eine deutliche Mehrheit verfügt. Der Senat, die andere Parlamentskammer, hat dem Reformgesetz bereits zugestimmt. Allerdings droht die sozialistische Opposition mit einer Verfassungsklage. Wochenlang waren Millionen Franzosen gegen die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 62 Jahre auf die Straße gegangen. PORT-AU-PRINCE: In Haiti ist die Zahl der Menschen weiter angestiegen, die an Cholera erkrankt sind. Inzwischen sind fast 3.800 Menschen infiziert, knapp 290 starben an der Seuche. In der Bevölkerung wachsen die Ängste vor einer weiteren Ausbreitung der Krankheit. Rund 300 Menschen griffen in der Hafenstadt St. Marc internationale Helfer an, die eine Krankenstation der Organisation Ärzte ohne Grenzen zur Behandlung Cholera-Kranker eröffnen wollten. Argentinische UN-Blauhelmsoldaten unterstützten die örtliche Polizei bei der Auflösung der Protestaktion. Vertreter der Behörden versicherten der aufgebrachten Menge daraufhin, das Behandlungszentrum werde nicht in ihrem Viertel eingerichtet. JAKARTA: In Indonesien ist die Zahl der Toten nach dem Ausbruch des Vulkans Merapi auf der Insel Java auf mindestens 25 gestiegen, zahlreiche Menschen wurden verletzt. Der Merapi ist der aktivste der indonesischen Vulkane. Er war am Dienstag ausgebrochen und hatte große Mengen von glühend heißer Asche und Steinen in die Luft geschleudert. Bei dem heftigen Erdbeben und dem nachfolgenden Tsunami am Montag im Westen des Inselstaates sind nach jüngsten Angaben der Behörden mindestens 154 Menschen ums Leben gekommen, etwa 400 werden noch vermisst. Zehn Dörfer auf der Mentawai-Inselkette wurden von einer bis zu drei Meter hohen Flutwelle weggerissen. Die kleine Inselgruppe 280 Kilometer vor der Küste Sumatras ist für die Rettungskräfte nur schwer zu erreichen. WASHINGTON: Eine gewaltige Unwetterfront hat vom Mittleren Westen bis in den Süden der USA Verwüstungen angerichtet. Mindestens 160.000 Menschen waren zeitweise ohne Strom, wie der US-Fernsehsender CNN berichtete. Mancherorts habe der Wind fast Hurrikanstärke erreicht. Die Behörden im Bundesstaat Illinois sprachen vom schlimmsten Sturm seit 70 Jahren. Auf dem internationalen Großflughafen von Chicago fielen Hunderte Flüge aus. ZUM FUSSBALL: In der zweiten Runde des DFB-Pokals spielten:Bayern München - Werder Bremen 2:1;FSV Frankfurt - Schalke 04 0:1;1. FC Köln - 1860 München 3:0;Victoria Hamburg - VfL Wolfsburg 1:3; 1. FC Kaiserslautern - Arminia Bielefeld 3:0;Energie Cottbus - SC Freiburg 2:1;TuS Koblenz - Hertha BSC Berlin 2:1 undSpVgg Greuther Fürth - FC Augsburg 2:4 nach Verlängerung. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und in der Mitte stark bewölkt und zeitweise Regen, im Süden gebietsweise freundlicher und meist trocken, örtlich länger anhaltender Nebel. Höchstwerte sechs bis 13 Grad. Am Vormittag meldeten: Hamburg: 8 Grad, wolkig; Berlin: 2 Grad, wolkig; Dresden: 0 Grad, leicht bewölkt; Köln/Bonn: 7 Grad, nach Regen; Frankfurt am Main: 5 Grad, stark bewölkt und München: 1 Grad, wolkenlos.
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Dienstag, 26. Oktober 2010
12:35:00 - 26.10.2010 - Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. BERLIN: Die Zahl der Mitarbeiter im Bundesverteidigungsministerium kann laut Einschätzung von Experten um rund die Hälfte reduziert werden. Die von Ressortchef zu Guttenberg eingesetzte Bundeswehr-Strukturkommission empfiehlt in ihrem Abschlussbericht, von den derzeit mehr als 3000 Stellen sollten nach der bevorstehenden Reform der Streitkräfte weniger als 1500 übrigbleiben. Außerdem soll sich die Arbeit des Ministeriums demnach künftig auf Berlin konzentrieren. Derzeit hat es seinen Hauptsitz formell noch in Bonn. Die Armee selbst sollte nach dem Rat des Gremiums ebenfalls verkleinert werden, von momentan 250.000 auf nur noch rund 180.000 Soldaten. Guttenberg sicherte bei der Entgegennahme des Berichts in Berlin zu, er werde ihn zur Grundlage der geplanten Reform machen. Die Strukturkommission hatte ihre Arbeit im April aufgenommen. Geleitet wird sie vom Chef der Bundesagentur für Arbeit, Weise. BERLIN: In Deutschland haben mehrere hundert Eisenbahner vorübergehend die Arbeit niedergelegt. Schwerpunkte der Warnstreiks waren zunächst Nordrhein-Westfalen und Bayern. Zu Aktionen kam es aber auch in zahlreichen anderen Bundesländern. Fahrgäste müssen noch den ganzen Tag über mit Behinderungen rechnen. Betroffen sind der Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn und mehrerer privater Bahnunternehmen. Ziel der Gewerkschaften ist es, Bewegung in die festgefahrenen Tarifverhandlungen zu bringen. Dabei geht es im Kern um einen einheitlichen Branchentarifvertrag. Derzeit sind die Löhne bei den Privatbahnen rund 20 Prozent niedriger als bei der Deutschen Bahn. Die Arbeitnehmervertreter kritisieren deshalb, dass der Wettbewerb zwischen den Firmen auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werde. TEHERAN: Der Iran hat nach Berichten des staatlichen Fernsehens damit begonnen, sein erstes Atomkraftwerk mit nuklearem Brennstoff zu bestücken. Der mit russischer Hilfe errichtete Meiler nahe der Stadt Buschehr war im August in Betrieb genommen worden. Die von Russland gelieferten 163 Brennstäbe standen bereits seit Wochen bereit. Wegen technischer Probleme musste ihr Einbau aber bislang verschoben werden. Nach iranischen Angaben soll der Reaktor nun Anfang 2011 mit der Stromproduktion beginnen und ans Netz gehen. PARIS: Bei den Streiks gegen die Rentenreform in Frankreich ist eine leichte Entspannung in Sicht. Mehrere Gewerkschaften kündigten für diesen Dienstag ein Ende ihrer Aktionen an. Die Beeinträchtigungen im Zugverkehr nahmen ab, ebenso der durch die Blockade von Raffinerien bedingte Treibstoffmangel. Die Regierung in Paris schätzt, dass nur noch ein Fünftel der Tankstellen nicht ausreichend über Kraftstoff verfügt. Der endgültige Gesetzentwurf zur Rentenreform soll voraussichtlich am Mittwoch von beiden Parlamentskammern verabschiedet werden. Wichtigster Punkt der Reform: Die volle Rente soll es künftig frühestens mit 62 Jahren geben. LUXEMBURG: Die EU-Agrarminister beraten an diesem Dienstag über neue Fisch-Fangquoten für die Ostsee. Auf dem Tisch liegt ein Vorschlag der EU-Kommission, die den Fang von Heringen, Lachsen und Sprotten in Teilen der Ostsee im kommenden Jahr um bis zu 30 Prozent senken will. Grund dafür sind die intensive Fischerei und die schwindenden Bestände. Die Kommission will, dass Fisch-Fangquoten künftig stärker an wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerichtet werden und nicht an politischen Machtkämpfen zwischen den EU-Staaten. Streit ist vorprogrammiert. Die baltischen Staaten und Polen wehren sich gegen die geplanten Einschränkungen. JAKARTA: Die Lage am Vulkan Merapi in Indonesien wird immer bedrohlicher. Innerhalb weniger Stunden registrierten Vulkanologen mehr als 100 Eruptionen im Krater. Das flüssige Magma im Inneren des Vulkans steige seit Tagen immer höher. Die ersten Anwohner wurden aus Angst vor einem großen Ausbruch in Sicherheit gebracht. Der fast 3.000 Meter hohe Berg ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Er liegt nur 25 Kilometer nördlich der Millionenstadt Yogyakarta auf der Insel Java. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten viele Wolken mit nur kurzen Auflockerungen und vereinzelt etwas Regen. Sonst meist gering bewölkt oder sonnig und trocken. Höchstwerte drei bis elf Grad.
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Montag, 25. Oktober 2010
12:18:00 - 25.10.2010 - Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. LUXEMBURG: In der Europäischen Union wird wenige Tage vor dem EU-Gipfel heftig über die deutsch-französischen Pläne zur Änderung des Euro-Stabiliätspakts gestritten. Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy wollen erreichen, dass Ländern, die gegen den Stabilitätspakt verstoßen, das Stimmrecht befristet entzogen werden kann. Bei einem informellen Gipfel-Vorbereitungstreffen der EU-Außenminister in Luxemburg zeichnete sich am Sonntag keine Kompromisslinie in dieser Frage ab. An diesem Montag wird weiter verhandelt. Luxemburgs Außenminister Asselborn nannte den Vorstoß zum Stabilitätspakt nicht durchsetzbar. BRÜSSEL: Griechenland hat wegen der wachsenden Zahl illegaler Einwanderer die Europäische Union um Hilfe gebeten. EU-Innenkommissarin Malmström bestätigte in Brüssel, dass die Regierung in Athen Experten der europäischen Grenzschutzagentur Frontex zur Sicherung der griechisch-türkischen Grenze angefordert habe. Dort versuchen immer mehr Flüchtlinge, zumeist aus Afrika und Afghanistan, auf dem Landweg in die EU zu gelangen. 90 Prozent der illegalen Einwanderer kämen inzwischen über Griechenland in die EU, sagte Malmström. Frontex-Grenzschützer überwachen bereits die Meerengen zwischen Griechenland und der Türkei in der Ostägäis. ISLAMABAD: In der zentralpakistanischen Provinz Punjab sind bei einem Anschlag auf ein islamisch-sufistisches Heiligtum mindestens fünf Menschen getötet und mehr als zehn weitere verletzt worden. Nach Angaben der Polizei explodierte ein auf einem Motorrad befestigter Sprengsatz kurz nach dem Morgengebet vor dem Eingang zu einem Sufi-Schrein in der Stadt Pak Pattan. Mehrere Geschäfte in der Umgebung wurden durch die Wucht der Detonation zerstört. BERLIN: Die Regierungsparteien wollen die Wirtschaft bei der Ökosteuer schonen und dafür die Tabaksteuer erhöhen. Energieintensive Industriebetriebe würden weniger stark belastet als ursprünglich geplant, sagten Bundesfinanzminister Schäuble (CDU) und Wirtschaftsminister Brüderle (FDP) nach einer Spitzenrunde im Kanzleramt. Dort wurden auch Steuervereinfachungen ab 2012 vereinbart, die teilweise auch schon rückwirkend für 2011 gelten sollen. - FDP-Fraktionschefin Homburger bezeichnete die Ökosteuer-Beschlüsse als Schritt zur Sicherung von Arbeitsplätzen. Damit bleibe Deutschland für energieintensive Betriebe auch weiterhin ein attraktiver Standort. BERLIN: Die schwarz-gelbe Koalition hat die Empfehlungen der Bundeswehr-Reformkommission grundsätzlich begrüßt. FDP-Chef Westerwelle sagte, es sei "genau die Reform", die seine Partei wolle. Auch aus der Unionsfraktion kamen zustimmende Reaktionen. Die Reformkommission hatte vorgeschlagen, das Verteidigungsministerium erheblich zu verkleinern. Von den derzeit mehr als 3.000 Mitarbeitern werde höchstens noch die Hälfte gebraucht, sagte der Kommissionsvorsitzende Frank-Jürgen Weise. Zudem sollte das Ministerium auf Berlin konzentriert werden, in Bonn bliebe nur noch eine untergeordnete Bundeswehr-Behörde. JAKARTA: In Indonesien wird ein Ausbruch des Vulkans Merapi befürchtet. Die Behörden riefen für die dicht besiedelte Region um den Berg auf der Insel Java die höchste Alarmstufe aus. Etwa 40.000 Menschen in einem Umkreis von zehn Kilometern um den Vulkan wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Vom Kraterrand fließe bereits ein erster Lavastrom. Der knapp 3.000 Meter hohe Merapi gilt als einer der aktivsten und gefährlichsten Vulkane Indonesiens. Er brach zuletzt im Jahr 2006 aus. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Sonne, Wolken und Nebel, im Norden teilweise kräftige Schauer, an den Alpen auch Schnee. Höchstwerte zwei bis elf Grad.
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Sonntag, 24. Oktober 2010
13:27:00 - 24.10.2010 - Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.WASHINGTON: US-Generalstabschef Mullen hat die Veröffentlichung fast 400.000 geheimer Militärdokumente zum Irakkrieg auf der Internet-Plattform WikiLeaks als unverantwortlich kritisiert. Dadurch würden Menschenleben gefährdet und Feinde erhielten wertvolle Informationen, so Mullen. Ähnlich äußerte sich zuvor bereits US-Außenministerin Clinton. Laut "New York Times" soll das Kriegschaos im Irak durch den Einsatz privater Sicherheitsunternehmen erheblich verschärft worden sein. Das gehe aus den bei WikiLeaks veröffentlichten Militärakten hervor, schreibt das Blatt nach Sichtung der Dokumente. Die Sicherheitsfirmen hätten oft, ohne große Unterschiede zu machen, auf unbewaffnete Iraker, US-Soldaten und auf andere private Sicherheitsleute geschossen. Es habe vielfach an der Koordination mit den US-Streitkräften gemangelt. KABUL: Der Stabschef des afghanischen Präsidenten Karsai, Daudsai, hat nach Informationen der US-Zeitung "New York Times" regelmäßig Barzahlungen aus dem Iran erhalten. Das Geld fließe in eine geheime Kasse, aus der Karsai und Daudsai Taliban-Vertreter, Stammesführer und Abgeordnete bezahlten, um sich ihre Loyalität zu sichern. Mit den Zahlungen in Millionenhöhe verfolge der Iran das Ziel, einen Keil zwischen Afghanistan, die NATO und die USA zu treiben, heißt es in dem New-York-Times-Bericht weiter. Karsai und Daudsai sowie der iranische Botschafter in Kabul hätten eine Stellungnahme abgelehnt. PORT-AU-PRINCE: In Haiti breitet sich die Cholera trotz rascher Maßnahmen internationaler Organisationen weiter aus. Auch in der Hauptstadt des Karibikstaates wurden jetzt erste Fälle der Krankheit bestätigt. Vertreter der Regierung und der Vereinten Nationen sprachen von fünf Infizierten in Port-au-Prince. Insgesamt stieg die Zahl der Cholera-Toten auf mehr als 200. In Krankenhäusern werden etwa 3.000 Personen mit Cholera-Symptomen wie Durchfall, Fieber und Erbrechen behandelt. - In Haiti leben seit dem verheerenden Erdbeben im Januar noch immer hunderttausende Menschen in Flüchtlingslagern unter mangelhaften hygienischen Bedingungen. LUXEMBURG: Die Außenminister der Europäischen Union beraten an diesem Sonntag über die Reform des Euro-Stabilitätspaktes. Hintergrund des Treffens in Luxemburg ist die deutsch-französische Forderung nach einer Änderung des so genannten Lissabon-Vertrages. Vor allem die Bundesregierung will einen ständigen Krisenmechanismus für angeschlagene Euro-Staaten in den grundlegenden Vertrag der EU hineinschreiben. Notorischen Defizit-Sündern sollen die Stimmrechte im EU-Ministerrat entzogen werden. Einige EU-Staaten formulierten bereits Vorbehalte. Ihnen gehen die gewünschten Änderungen zu weit. BERLIN: Die Koalition wird nach den Worten von Bundesfinanzminister Schäuble trotz Wirtschaftswachstum und zusätzlicher Steuereinnahmen am Sparkurs festhalten. Der CDU-Politiker sagte der Zeitung "Bild am Sonntag", wenn man auf dem richtigen Weg sei, dürfe man nicht umkehren. Dies sähen alle in der Koalition so. Die Neuverschuldung in diesem Jahr bezifferte Schäuble auf rund 50 Milliarden Euro. Die Staatsfinanzen seien überhaupt nicht gesund. - Schäuble wird nach einem dreiwöchigen Krankenhausaufenthalt die Amtsgeschäfte an diesem Montag wieder aufnehmen. KÖLN: Der SPD-Vorsitzende Gabriel hat die Einführung von Volksentscheiden auch auf Bundesebene gefordert. Im Deutschlandfunk erklärte der Chef der größten Oppositionspartei, es gehe um eine generelle Verbesserung der direkten Demokratie. Denn es dürfe nicht zugelassen werden, dass die Kluft zwischen der Bevölkerung und der etablierten Politik immer größer werde. Als mögliche Themen von Volksentscheiden nannte Gabriel die von der Regierung geplante Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken sowie die Bildungspolitik. BERLIN: Das Bundesarbeitsministerium will für eine zielgerichtete Zuwanderung den Bedarf einzelner Branchen an ausländischen Fachkräften besser erfassen. Ministerin von der Leyen sagte der Zeitung "Bild am Sonntag", ihr Ressort baue in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit, den Wirtschaftsverbänden und den Gewerkschaften ein Job-Monitoring-System auf. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Bereich von Nord- und Ostsee sowie südlich des Mains viele Wolken und zeitweise Regen. Sechs bis 13 Grad Celsius.
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