Was ist ein Festgeldkonto?

Geldanlagen mit hundertprozentiger Kapitalsicherheit, festen Laufzeiten und unveränderlichem Zinssatz werden landläufig als „Festgeld“ bezeichnet. Die korrekte Bezeichnung lautet Termingeld, aufgrund der zeitlich befristeten Anlagedauer.
Das Festgeldkonto gilt als Inbegriff der sicheren Kapitalanlage und wird in erster Linie von konservativen Anlegern geschätzt. Spareinlagen auf Festgeldkonten werden in Deutschland bis zu einer Höhe von 50.000 Euro pro Person durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Kommt es zum seltenen Fall einer Bankenpleite, genießen Beträge bis zu dieser Höhe einen hundertprozentigen Schutz. Zusätzliche Sicherheit bietet die freiwillige Mitgliedschaft der Bank in einem der deutschen Einlagensicherungsfonds. Diesen funktionieren nach dem Solidarprinzip und garantieren pro Kunde für Einlagen in mehrstelliger Millionenhöhe. Die Verzinsung des Festgelds bestimmt sich nach der gewählten Laufzeit und der Einlagenhöhe. Die meisten Kreditinstitute verlangen die Einzahlung eines Mindestanlagebetrages, der sich in der Praxis in einem Rahmen zwischen 1000 und 5000 Euro bewegt. Die möglichen Laufzeiten weisen eine Spannbreite von einem Monat bis hin zu 10 Jahren auf. Im Normalfall erhöht sich der angeboten Zinssatz mit der Länge des Anlagezeitraums. Dem entsprechend werden zehnjährige Laufzeiten mit dem höchsten Zinssatz vergütet. Kurzfristige Zeiträume von wenige Monaten sind weniger empfehlenswert, ihre Verzinsung liegt häufig unterhalb des Tagesgeld-Niveaus. Das Festgeld bietet sowohl dem Anleger als auch der Bank langfristige Planungssicherheit. Aufgrund des fest vereinbarten, über die gesamte Laufzeit gültigen Zinssatzes, kann der Anleger bereits bei Eröffnung von einem Festgeldkonto die spätere Rendite berechnen. Die Bank profitiert gleichfalls von der festen Kundenbindung und kann mit der Spareinlage langfristig wirtschaften. Hier liegt der Grund für die höhere Verzinsung des Festgelds im Vergleich (Festgeld: Die Konditionen von 70 Instituten) zum flexiblen Tagesgeld. Die Zinserträge werden im Normalfall ein mal jährlich zum 31.12. ausgeschüttet und sind abgeltungssteuerpflichtig. Bei kürzen Laufzeiten erfolgt die Zinskapitalisierung am der Anlagedauer. Einzelne Kreditinstitute schütten die Zinserträge in deutlich kürzeren Abständen aus, beispielsweise in monatlichem oder vierteljährlichem Rhythmus. Dies erlaubt dem Anleger vom Zinszins-Effekt zu profitieren, sofern die Zinserträge auf dem Festgeldkonto verbleiben und mitverzinst werden.
Eine vorzeitige Kündigung der Festgeldanlage ist vertraglich nicht vorgesehen. In Notfällen erweisen sich viele Kreditinstitute als kulant und gewähren dem Anleger den Zugriff gegen Zahlung von Vorschusszinsen. Nach dem Ende der Laufzeit wird das Festgeld automatisch als Sichteinlage geführt. Auf Wunsch erfolgt die Prolongation, die Wiederanlage zum aktuell gültigen Festgeldzins.

Quelle: festgeldkonto.com, alle Angaben ohne Gewähr


RSS Verzeichnis  RSS Reader  Impressum